Gebäudeprogramm: Anpassungen helfen sparen und verbessern Qualität

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Foto: © 2011 Konferenz Kantonaler Energiedirektoren

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen fördert seit 2010 energetische Sanierungen und erneuerbare Energien und ist dabei äusserst erfolgreich. Die Anzahl der eingegangenen Gesuche bleibt hoch und übertrifft die Erwartungen. Daher soll dem Programm in der zukünftigen Klima- und Energiepolitik ein noch wichtigerer Stellenwert beigemessen werden. Bis zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, muss dies aber weiterhin im derzeitigen finanziellen Rahmen umgesetzt werden. Bund und Kantone haben daher eine Anpassung beschlossen: Damit wird die CO2-Wirkung des Programms erhöht und die Qualität der Sanierungen gesteigert.

Die beiden Anpassungen gelten seit 26. April 2012:

  • Der Fördersatz von Fenstern, Dach und Fassade wird von 40 Franken auf 30 Franken pro Quadratmeter reduziert. Der Fördersatz für die Dämmung gegen unbeheizte Räume wird von 15 Franken auf 10 Franken pro Quadratmeter gesenkt.
  • Fenster sind nur noch förderberechtigt, wenn gleichzeitig Fassaden- oder Dachflächen saniert werden.

Durch die Programmanpassung wird die Wirkung der eingesetzten Mittel weiter erhöht: Pro Förderfranken können mehr CO2 und Energie eingespart werden. Zudem wird die Qualität der Sanierungen verbessert. Denn die gleichzeitige Sanierung von Fenstern und Fassade ist aus energetischer, bauphysikalischer und ökonomischer Sicht sinnvoll.

In der zukünftigen Klima- und Energiepolitik soll das Programm einen noch wichtigeren Stellenwert erhalten. Mit der Energiestrategie 2050 will der Bundesrat die Mittel nochmals erhöhen. Dafür sind jedoch Gesetzesänderungen notwendig. Es stünden dem Gebäudeprogramm so frühestens 2015 mehr Mittel zur Verfügung. Der Bundesrat beabsichtigt parallel zur Aufstockung die Inhalte des Programms weiterzuentwickeln. Vorläufig muss das Programm aber im bisherigen finanziellen Rahmen weitergeführt werden. Aus der CO2-Abgabe stehen pro Jahr 180 Mio. Franken zur Verfügung – 120 Mio. Franken für Sanierungen und 60 Mio. Franken für erneuerbare Energien.

Quelle

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