Lesetipp: Der grüne Nationalrat Alec von Graffenried über Bauen, Nachhaltigkeit und Labels

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In der Berner Zeitung ist kürzlich ein ausführliches Interview mit Alec von Graffenried, grüner Nationalrat und Direktor für nachhaltige Entwicklung der Baufirma Losinger Marazzi, erschienen. Darin nimmt er ausführlich zum Thema Energiewende Stellung und legt auch seine Ansichten zum nachhaltigen Bauen und Labels dar.

Hier die Highlights aus dem Gespräch, die vollständige Fassung finden Sie hinter dem Link am Ende dieses Artikels

Warum Grünsein und Bauen kein Widerspruch ist:

[…] Man kann grün oder anders bauen. Ich setze mich für Ersteres ein. Ich bin nicht gegen das Bauen, ich bin gegen das schlechte Bauen. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, die nicht mehr baut.

Warum bei der Energiewende das Baugewerbe besonders gefordert ist:

Im Gebäudesektor […] sind die grössten Einsparungen realisierbar. Bei Neubauten wurden die Vorschriften schon verschärft. Schlecht ist, dass heute immer noch Häuser ohne gleichzeitige Energiesanierung renoviert werden. Das müsste dringend unterbunden werden. Als Anreiz funktioniert beispielsweise ein Gebäudeprogramm. Es hilft mit, die zu tiefe Sanierungsrate von einem Prozent pro Jahr anzuheben. Schade, wurde es noch nicht aufgestockt!

Wie er zum hohen Aufwand für Minergie P steht:

Das Baugewerbe profitiert natürlich von der Erneuerung des Gebäudeparks. Minergie P geht relativ weit. Ich bevorzuge es, wenn vermehrt erneuerbare Energie eingesetzt wird, statt mit sehr viel Isolation ein Nullenergiehaus anzustreben. Denn dabei werden gewisse Risiken zu wenig beachtet, etwa bei der Belüftung oder der Beständigkeit der Materialien. Kommt hinzu, dass deren Herstellung oft sehr energieintensiv ist.

Wie sich die Investitionen in Nachhaltigkeit für Hausbesitzer lohnen:

Langfristig lohnen sich die Investitionen ganz sicher, das wurde auch schon nachgewiesen.

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