Trend Holzbau: Auf die Herkunft muss geachtet werden

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Einer aktuellen Studie des Schweizer Baumeisterverbandes (SBV) zufolge liegt Holzbau im Trend. Jeder neunte Neubau besteht aus Holz, und auch bei den An- und Umbauten wird vermehrt auf den nachwachsenden Rohstoff gesetzt. Der Marktanteil ist von 2005 bis 2011 von 20,8 Prozent auf 23,9 Prozent angestiegen. Ursachen für diesen Trend erkennt der SBV einerseits im technischen Fortschritt, der die Einsatzgebiete beim Holzbau erweitert und in der Novellierung der Brandschutzverordnung (Seit 2005 sind Holzgebäude auch mit sechs Stockwerken erlaubt).

Die Vorteile für das Bauen mit Holz liegen auf der Hand. Immer wieder gibt es die Frage nach einer kurzen Bauzeit und flexibler und vielfältiger Planung. Gerade Holz bietet dazu viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Das liegt vor allem daran, dass der Fertigbau sich längst etabliert hat. Mit der Vorfertigung werden eine kurze Bauzeit, eine termingenaue Planung und ein schneller Bezug möglich. Neben einem gesunden und natürlichen Raumklima besticht der Holzbau durch seine Langlebigkeit. Dies lässt sich durch viele Gebäudetypen nachweisen, wie beispielsweise den Fachwerkbau, der seit über 300 Jahren Bestand hat. Neben diesen Vorteilen werden auch noch zahlreiche weitere Kriterien erfüllt, die den Trend zum Holzbau rechtfertigen.

Zum Beispiel gilt Holz vielen als Garant für Nachhaltigkeit. Doch ist es tatsächlich so einfach?

Was beim Bauen mit Holz aber keinesfalls ausser Acht gelassen werden darf, ist die Herkunft des Rohstoffes. Nachweise für eine Nachhaltige Waldwirtschaft in Form von Klima- und Umweltlabels sind dabei besonders wichtig. Im Fokus sollte aber auch die Klima- und Umweltbilanz des Holzprodukts stehen. Hier geht es in erster Linie um die Länge des Transportweges und die umweltfreundliche Produktion.

Der WWF (World Wildlife Fund) engagiert sich seit Jahren, dass beim Kauf auf FSC-Labels (Forest Stewardship Council) geachtet wird, denn über verschlungene Wege gelangt immer wieder Holz aus illegalem Abbau in die Schweiz. Insbesondere Halbfertigprodukte wie zum Beispiel Fenster, Türen, aber auch Fertigprodukte wie Parkette, Küchen und Möbel können Holz aus Raubbau enthalten. Auch Sperrholz oder Furniere, Türen und Parkette sind nach wie vor aus Tropenholz erhältlich. Das FSC-Label bürgt sowohl bei ausländischem wie inländischem Holz dafür, dass dieses mit Rücksicht auf Menschen und Natur gewonnen wird.

Zertifizierung

Ein Kommentar

  1. Wenn man über Nachhaltigkeit beim Bauen spricht, sollte man auch den Innenausbau nicht aus den Augen verlieren. Wie zb Fußbodenbelag. Wenn man auf Nachhaltigkeit wert legt, sollte es auch eine heimische Holzart sein, wie zb http://www.rudda.at/de/parkett/parkett/raumlange-dielen/gutshofdiele-eiche/
    Ein wundervoller Bodenbelag, der zusätzlich Wohligkeit und Wärme verbreitet und ein angenehmes Klima erzeugt.

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