Angewandtes nachhaltiges Bauen: ETH Zürich baut nach neuesten Erkenntnissen

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Die ETH Zürich plant für ihr Institut für Technologie in der Architektur (ITA) am Campus Hönggerberg einen futuristischen, filigran anmutenden Bau aus Holz-Glas und Stahl. Die voraussichtlichen Kosten für das Gebäude liegen bei 30 Millionen Franken. Laut ETH soll auf den insgesamt 5936 Quadratmetern Nettogeschossfläche Platz für 240 Arbeitsplätze und gleichzeitig die Voraussetzungen für eine neue Art der Zusammenarbeit geschaffen werden. Das sogenannte Arch_Tec_Lab HIB wird über eine Passerelle direkt mit dem HIL-Gebäude des Departements Architektur verbunden sein.

Auf zwölf Stelzen ruhend wird das ITA auf der Decke des unterirdischen Parkhauses des HIL-Gebäudes errichtet. Der ungewöhnliche Standort ergibt sich aus einer Vorgabe, der zu Folge für den Neubau auf dem Campus Hönggerberg keine weiteren Baureserven verbraucht werden dürfen. Das neueste Wissen aus den Bereichen der digitalen Fabrikation, der Leichtbauweise und des nachhaltigen Bauens soll in dem dreigeschossigen Neubau vereint werden.

Beim Bau wird konsequent auf Leichtbautechnologien gesetzt. Wodurch die Energiebilanz des Gebäudes gegenüber herkömmlichen Bauweisen schon während der Erstellungsphase deutlich besser ist. Am Gebäude werden die neuesten Erkenntnisse aus der eigenen Forschung angewendet Daher kommen für den Betrieb des Neubaus keinerlei fossile Brennstoffe zum Einsatz. Sowohl Heizung als auch Kühlung erfolgen über eine grossflächig angelegte Hohlbodenkonstruktion. So genannte Airboxen verteilen die Luft im Gebäude.

Das Projekt soll noch diesen Herbst ausgeschrieben werden. Geplanter Baubeginn ist 2013, spätestens 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Das ETH lädt die Bauwirtschaft dazu ein, sich schon frühzeitig im Planungsprozess einzubringen. Hierfür wird ein Blog eingerichtet, der es interessierten Unternehmen ermöglicht, die Baubeschreibung einzusehen und auch zu kommentieren.

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Ein Kommentar

  1. Klingt nach einem spannenden Projekt. Aber es wäre ja auch wirklich ein Skandal, wenn die ETH da nicht mit gutem Beispiel vorangehen würde…
    Es ist nur zu hoffen, dass ihr viele folgen werden.

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