Baustoff der Zukunft: Aluminium erfüllt zahlreiche Anforderungen

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Foto: Ralph Aichinger  / pixelio.de

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Metallisches Aluminium ist ein äusserst vielseitiger Werkstoff. Er findet sich im Automobilsektor, im Flugzeugbau, in elektrischen Geräten, in Verpackungen, in Legierungen und – natürlich – als Baustoff. Wie auch in den anderen Anwendungsgebieten kommen hier die Vorzüge von Aluminium zum Tragen: Es ist langlebig, wiederverwertbar und lässt sich vielfältigst einsetzen.

Ob als Einzelmaterial oder in Kombination mit anderen Baustoffen – Aluminium eröffnet eine riesige Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten und zukunftsgerechten Eigenschaften und hält auch den höchsten ökologischen und klimarelevanten Anforderungen stand.

Darüber hinaus spricht die mannigfaltige Wiederverwertbarkeit ohne Qualitätseinbussen für den Einsatz von Aluprodukten im Bau. Ob beschichtet oder blank, als Blech, Profil oder auch als Gussteil, das Material lässt sich unendlich oft einschmelzen und in anderen hochwertigen Produkten einsetzen.

Ein besonderer Vorteil besteht auch darin, dass beim Einschmelzen nur fünf Prozent des ursprünglichen Energiebedarfs der Ersterzeugung benötigt wird, was den Werkstoff zusätzlich zu einem einzigartigen Energiespeicher macht.

Seit vielen Jahren trägt die Wiederverwertung von Aluminiumschrotten zur europäischen Rohstoffversorgung bei. 40 Prozent des Aluminiumbedarfs werden so abgedeckt. In Deutschland werden seit 2002 mehr Aluminiumprodukte aus Einschmelzen von Schrotten erzeugt als durch Neuproduktion in Elektrolyseöfen. In Österreich und der Schweiz wurde die Produktion von Aluminium in Elektrolyseöfen bereits gänzlich eingestellt. Dabei ist es der hohe materielle Wert, der für die Wirtschaft den wichtigen Anreiz für die Wiederverwertung bietet.

Um noch mehr Ressourceneffizienz in der Aluminiumindustrie zu gewährleisten, wurden in den vergangenen Jahren die Materialflüsse und Schrottkreisläufe optimiert und Materialverluste entlang der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklusses von Aluminiumprodukten reduziert. Die europäische Aluminiumindustrie arbeitet hier hart daran, die Stoffkreisläufe in den verschiedenen Märkten und Anwendungen zu schliessen. Nicht zuletzt deshalb liegt die Recyclingrate für Aluminiumprodukte im Bausektor mittlerweile bei sagenhaften 96 Prozent.
Besonders geeignet für eine zukunftsweisende und nachhaltige Architektur ist Aluminium wegen seiner Langlebigkeit. Aufgrund seiner sehr dünnen und doch äusserst festen Oxidschicht ist Aluminium korrosionsbeständig, wetterfest und UV-resistent. Bauteile müssen erst spät oder gar nicht ersetzt werden, und der Aufwand für Wartung und Instandhaltung bleibt dadurch gering.

Das wusste übrigens auch schon Ende des 19. Jahrhunderts der italienische Architekt Lorenzo de Rossi. Er war damals am Bau der Kirche San Gioacchino in Rom beteiligt – und liess die Kirchenkuppel mit Alublechen eindecken. Der Grund: Er war davon überzeugt, dass das neue Material unbegrenzt haltbar sei.
De Rossi behielt bis heute Recht. An der Kuppel sind nach wie vor weder undichte Stellen noch irgendwelche Abnutzungserscheinungen erkennbar.

Marcel Menet

Autor: Marcel Menet

Marcel Menet ist Geschäftsführer des Auminium-Verbandes Schweiz.

Ein Kommentar

  1. Hoffentlich wird die Aluminiumindustrie nicht durch die von der EU vorgesehenen Abschaffung der Ausnahmen bei den Strompreisen platt gemacht.

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