Sieht so das Haus der Zukunft aus?

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Foto: DFH

Nach Erkenntnissen des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) zieht es die Menschen wieder mehr in die Stadt. Das urbane Wohnen gewinnt zunehmend an Attraktivität. Diese Tatsache nahm OKAL Haus, eine Vertriebslinie der Deutschen Fertighaus Holding AG (DFH) als Grundlage und startete das Projekt „Green Concept“ in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen.

In einem Wettbewerb entstand der Entwurf eines Hauses, der einerseits auf die zukünftigen Anforderungen des urbanen Raumes eingeht, aber dennoch lichtdurchflutete Grundrisse zulässt, ohne dabei zu viel Einblick zu gewähren. Siegerin Cansu Önel plante ein schlichtes, rechteckiges Gebäude, dessen Herzstück ein sicht- und windgeschütztes Atrium wird.
Die Aussenfassade ist mit Holzlamellen versehen, die teilweise vor den Fenstern verlaufen und dort als Sichtschutz für die dahinter liegenden Funktionsbereiche dienen. Die Privatsphäre der Bewohner kann also selbst in dicht besiedelter Umgebung bewahrt werden. Das offene Raumkonzept lässt sich an den jeweiligen Bedarf anpassen. Dies gelingt mit Hilfe von sechs flexiblen Wänden.

Ein Gebäude, das laut Professor Manfred Hegger, Leiter des Fachbereichs Entwerfen und Energieeffizientes Bauen an der TU Darmstadt und Präsident der DGNB durch seine Klarheit besticht. Durch die gezielt gesetzten Fenster und die Orientierung auf den Innenhof korrespondiert der offene Grundriss auch in dichten Situationen mit dem Aussenraum. Der “Green Concept”-Siegerentwurf soll nun bis zur Produktionsreife weiter ausgearbeitet werden.

Einer Herausforderung steht der Hausbau der Zukunft aber noch gegenüber, so Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH. Es müssen Freiräume geschaffen werden, die einerseits die Ansprüche an modernes Wohnen erfüllen, anderseits nur wenig Baugrund benötigen. Denn laut dem Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) haben viele Städte kaum noch Möglichkeiten zur flächenmässigen Entwicklung. Wie auch in anderen Ländern Mitteleuropas will man in vielen Gemeinden und Ländern Deutschlands weniger Flächen in Anspruch nehmen.

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