Neues zum neuen Standard für nachhaltiges Bauen in der Schweiz (SNBS)

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Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz NNBS hat es sich bei seiner Gründung zum Ziel gesetzt, sich übergreifend für die Förderung und für die Koordination des nachhaltigen Bauens in der Schweiz einzusetzen. Der erste Schritt in dieser Richtung wurde im Sommer 2013 gesetzt. Damals startete die einjährige Pilotphase zum Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS.

Mitte Juni konnten die Beteiligten der 27 analysierten Projekte nun die Zertifikate in der Umweltarena Spreitenbach entgegennehmen. Die Wohnbauten, Bürogebäude und Schulhäuser hatten, so die Begründung, neben ihren ökonomischen Vorteilen durch herausragende umwelt- und sozialverträgliche Qualitäten überzeugt. NNBS-Präsident Martin Hitz sprach den Beteiligten seine Anerkennung aus: „Die mit der Gebäudezertifizierung abgeschlossene Pilotphase hat ein nicht alltägliches Engagement abverlangt.“

Analog zum neuen Gebäudestandard findet die Debatte über das nachhaltige Bauen eine Fortsetzung. Dass hierzu noch einiges zu vertiefen ist, erklärten die acht Referentinnen und Referenten  im Rahmen der Zertifikatsvergabe. Mehrfach wurde sowohl auf die steigenden Ansprüche im Planungsprozess als auch auf den grossen Nutzereinfluss hingewiesen. Frank Schweitzer, Projektmanager der Hochtief Development Schweiz AG, beispielsweise zeigte anhand des SNBS-Panelprojekts „Aquatikon“ im Glattpark, wie sich ein Bürogebäude technisch dem Nutzer anzupassen hat. Severin Lenel, Geschäftsführer der Intep GmbH, wies auf das Nachbesserungspotenzial im klassischen, ökologischen Gebäudebereich hin. So ist seiner Ansicht nach “der Anteil von wieder verwendbaren Materialien verschwindend klein.“ Um den Primärenergiebedarf weiter zu reduzieren, sei der Recyclinganteil zu erhöhen, so sein Fazit.

Zu einem umfassenden Verständnis dieses neuen Standards  verweisen wir hiermit auch noch auf das aktuelle “faktor”-Fachheft zum Thema SNBS, das hier bestellt werden kann.

Wir interessieren uns für Ihre Meinung: Was halten Sie von der Entwicklung dieses neuen Standards zum nachhaltigen Bauen? Gerne können sie uns Ihre Einschätzungen als Kommentar zu diesem Artikel mitteilen.

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