Interaktive Landkarte zeigt Beiträge zur Energiewende

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Eine gemeinnützige Initiative macht die Energiewende in Europa anhand einer Übersichtskarte im Internet online sichtbar. Mehr als 40.000 Praxisbeispiele – auch viele Bauwerke – sind bereits auf der Karte eingetragen. Ziel ist es, Menschen in der Nachbarschaft zu ermuntern, ebenfalls erneuerbare Energien zu nutzen und Massnahmen zur effektiveren Energieverwendung zu setzen. Weiter soll die Stimme jener gestärkt werden, die sich unaufhaltsam mit ihren Massnahmen für die Energiewende einsetzen.

Auf der Online-Karte können sich alle eintragen, die eine Anlage zur Nutzung erneuerbarer Energien erstellt oder energieefffizient gebaut haben.

“Die Bedeutung von lokalen Praxisbeispielen wird oft unterschätzt. Wer seinen Beitrag zur Energiewende auf der Online-Karte sichtbar macht, kann mit seiner Investition eine doppelte Wirkung erzielen. Neben dem Nutzen einer solchen Anlage oder eines solchen Gebäudes für sich selbst, leistet die Sichtbarmachung einen wesentlichen Beitrag dazu, weitere Personen in der Nachbarschaft zu inspirieren. Diese werden so motiviert, ebenfalls erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu nutzen”, sagt Roman Bolliger, Mitbegründer der Initiative und Koordinator des entsprechenden Projekts.

Der Bevölkerung soll klar gemacht werden, dass die Lösungen zur Energiewende schon heute weit verbreitet angewendet werden. Die interaktive Karte hat daher auch die Aufgabe, die Position derjenigen zu stärken, die für die Energiewende kämpfen und sich tagtäglich für den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung einsetzen.

Die gemeinnützige Initiative wurde 2008 in Bern gegründet und im Jahr 2012 von der EU als potenzielles Mittel zur Stabilisierung für das Thema der Energiewende und der Förderung des Erfahrungsaustauschs erkannt. Seither wird es im Rahmen des Programms Intelligent Energy Europe unterstützt. Die Online-Karte wird von einem breiten Netzwerk, dem mehr als 170 Organisationen, Energieregionen, energieaktive Kommunen und Unternehmen angehören, gemeinsam bearbeitet und bekannt gemacht.

repowermap.org»

2 Kommentare

  1. Ich erlaube mir eine kleine Anmerkung zu der Uebersichtskarte:
    Die Karte von Google ist zwar aktuell. Die Einträge darin sind jedoch eher dürftig. So ist z. B. in Waltenschwil AG gerade mal eine Anlage eingetragen. Dabei gibt es seit längerem grössere Anlagen auf Scheunen – und Industriedächern, was man bei genauerem Betrachten der Karte feststellen kann. Wie häufig und nach welchen Kriterien werden Solaranlagen eingetragen?
    Um weitere Personen in der Nachbarschaft zu Inspirieren, was ja der Sinn der Sache wäre, bräuchte es eine aktuelle und lückenlose Darstellung der Situation, sonst macht das Ganze keinen Sinn.

    mit Freundlichen Grüssen
    E. Neuhaus

  2. Guten Tag Herr Neuhaus, vielen Dank für Ihren Kommentar.
    Die hier gezeigte Karte ist immer nur so aktuell wie die Beiträge, die Nutzer eintragen. So kann unter http://www.repowermap.org unter dem Punkt “Zur Karte hinzufügen” jederzeit eine Anlage hinzu gefügt werden.
    Mit freundlichen Grüssen
    Die Sustainblog-Redaktion

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