Studie: Fensterwerkstoffe im Vergleich – Alu-Fenster überzeugen

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Spannende Ergebnisse lieferte die vom AFI (Aluminium-Fenster-Institut) und der AMFT (Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall- Fenster/Türen/Tore/Fassaden in der Wirtschaftskammer Österreich WKO) in Österreich in Auftrag gegebene Potenzialanalyse „Fensterwerkstoffe im Vergleich“. Demnach verursachen die zur Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster zählenden Fenster- und Profilsysteme bei längerfristiger Betrachtung weniger Kosten und auch eine geringere Umweltbelastung. Der entscheidende Grund hierfür ist ihre lange Lebensdauer.

In der Analyse wurden drei verschiedenen Szenarien untersucht. Im Langfrist-Szenario wurde von einer technisch möglichen Lebensdauer von 60 Jahren ausgegangen. Ein Zeitraum, in dem nur eine einmalige Investition zu tätigen ist, während bei allen anderen Fenstertypen zumindest ein zusätzlicher Fenstertausch vorgenommen werden muss. Ein wichtiger Aspekt, der den Anteil an den Lebenszykluskosten des Gebäudes dementsprechend erhöht. Die Berücksichtigung der langen Lebensdauer lässt den Kostenanteil bei Alu-Fenstern von 8 auf 3,8 Prozent(!) sinken.

Weiter wurden in der Potenzialanalyse mit Hilfe der bereits bekannten Ökobilanzberechnung die ökologischen Auswirkungen des Werkstoffs untersucht. Dabei wurden die vier im Bau relevanten Umweltwirkungen – Ozonbildungs-, Versauerungs- und Treibhauspotenzial sowie der Primärenergiebedarf – betrachtet. Es zeigte sich, dass gerade im Wohnbau – mit einem eher geringen Fensterflächenanteil von 20 bis 30 Prozent – der Einfluss des Rahmenmaterials auf die Gesamtgebäudebilanz von untergeordneter Bedeutung ist. Den mit Abstand grössten Einfluss auf die Ökobilanz haben jene Umweltwirkungen, welche durch die im Gebäudebetrieb anfallenden Energieverbräuche hervorgerufen werden.

Durch den lebenszyklischen Ansatz, der sowohl Herstellung, Nutzung als auch Entsorgung berücksichtigt, kommt es in der langfristigen Betrachtung daher zu einem für uns wenig überraschenden Ergebnis: Aluminiumfenster weisen die geringsten Umweltauswirkungen auf, da der Werkstoff nach einer langen Lebensdauer zusätzlich einem hochwertigen stofflichen Recycling zugeführt werden kann. Für alle anderen Fenstermaterialien schlagen sich gerade diese Faktoren (niedrigere Gutschriften aus Materialrückgewinnung oder eine energieintensive thermische Verwertung) am Ende ihres Lebensweges negativ in der Ökobilanz nieder.

Verglichen wurden auch die wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale von Aluminium-, Holz-Aluminium-, Holz-, Kunststoff- und Kunststoff-Aluminiumfenstern im Wohnbau innerhalb unterschiedlicher Anwendungszeiträume. Dabei wurden nicht nur die Investitionskosten und die bei der Herstellung entstehenden Umweltwirkungen betrachtet: Es flossen die gesamten finanziellen und ökobilanzbezogenen Auswirkungen der unterschiedlichen Fenstermaterialien über den gesamten Gebäude- Lebenszyklus in die Betrachtungen ein.

Gerade diese umfassende Sichtweise führte im Gegensatz zur reinen Beurteilung des Erstaufwandes zu einer gänzlich anderen Beurteilung der Kosten als auch der betrachteten Umweltwirkungen.

 

Zum Weiterlesen: Download Fensterstudie

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