SNBS 2.0 lanciert: Neuer Standard für nachhaltiges Bauen verspricht mehr Transparenz für Anwender

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Die Zertifizierungsgesellschaft Société Générale de Surveillance SA (SGS) lancierte kürzlich in Bern den Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz 2.0 (SNBS 2.0). Der neue  Standard und das dazugehörige Zertifizierungssystem wurde in engster Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) entwickelt und  basiert auf der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundesrates. 

Im Vergleich zum vorhergehenden Standard soll der SNBS 2.0 kompakter, transparenter und vor allem wirkungsorientierter für den Anwender sein. Die einzelnen Kriterien werden nach dem Schweizer Schulnotensystem bewertet. Voraussetzung für eine Zertifizierung ist es, bei allen Kriterien mindestens eine 4 zu erreichen. Es gibt aber auch Ausnahmen: Bei  Erneuerungen beispielsweise, weil hier aufgrund der Qualität der bestehenden Substanz nicht immer optimale Lösungen möglich sind. Der SNBS 2.0 kann in den Stufen Platin, Gold und Silber zertifiziert werden und lässt sich auf Neubauten und Erneuerungen der Nutzungen „Wohnen“ und „Büro“ anwenden – aber auch auf Mischnutzungen.

Vorrangiges Ziel für die SGS war es, ein bezahlbares und auch leicht handhabbares Instrument anzubieten. SNBS 2.0 soll dabei helfen die Siedlungsentwicklung in Zukunft „in die richtige Richtung“ zu lenken. Eine entsprechende Zertifizierungstelle gibt es bereits in der SGS-Niederlassung in Zürich, eine weitere soll noch in diesem Jahr in Genf eröffnet werden, im Tessin nimmt die Stelle 2017 den Betrieb auf.

Im Rahmen der Präsentation in Bern wurde auch das erste Zertifikat nach SNBS 2.0 verliehen: Es ging an das Dienstleistungsgebäude „Twist Again“ (Rykart Architekten AG) in Bern.

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