Aluminium in der Architektur: Anodisieren schützt den Werkstoff über Jahrzehnte vor Witterungseinflüssen

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Mit Hilfe der Anodisierung werden oxidische Schichten auf Metalle aufgebracht, diese Schicht schützt das Metall vor Korrosion. Bei Aluminium wird diese Oberflächentechnik Eloxal-Verfahren genannt (Elektrolytische Oxidation von Aluminium). Eloxierte Aluminiumbauteile haben viele Vorteile, die vor allem Architekten und Planer immer mehr zu schätzen wissen.

So schützt das Eloxal-Verfahren Aluminium über Jahrzehnte gegen Witterungseinflüsse – die eloxierte Oberfläche steht für Schutzwirkung und geringen Pflegeaufwand. Ausserdem ist durch die gute Verarbeitbarkeit und die hohe Festigkeit des oberflächenveredelten Werkstoffes eine beinah freie Formgestaltung möglich. Das vielfältige Struktur- und Farbangebot gibt Planern und Architekten einen grossen Spielraum für die Gestaltung der Oberfläche und die damit verbundene optische Wirkung. Die anodisierte Oberflächenschicht kann nämlich auf Wunsch eingefärbt werden, dabei wird die Farbe aber nicht aufgetragen, sondern ist Bestandteil der Eloxalschicht – somit ist sie sehr gut gegen Abrieb und chemische Einflüsse geschützt.

Zu den Vorteilen zählt auch, dass die sehr harte Eloxal-Schicht nicht elektrisch leitend und fest mit dem Aluminiumbauteil verbunden ist – bei einer  Wiederverwertung eines Aluminiumbauteils verbleibt die Oxidschicht aber im Schmelzofen und kann problemlos entfernt werden. Das bedeutet: Auch anodisiertes Aluminium kann zu 100 Prozent und beliebig oft wiederverwertet werden.

Durch die überdurchschnittliche Wetterbeständigkeit, die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber korrosiven und mechanischen Einflüssen sowie die vielfältigen optischen Möglichkeiten findet anodisiertes Aluminium daher immer häufiger erfolgreichen Einsatz im Aussenbereich:

Die Oberflächentechnik-Spezialisten von der BWB-Gruppe zeigen auf ihrer Website zahlreiche Referenzprojekte für anodisiertes Aluminium am Bau, etwa CNS-Imitation beim Objekt “Energiedienst Laufenburg” (siehe Titelbild). Die Aluminiumfassade diese Gebäudes ist mittlerweile knapp zehn Jahre alt – laut BWB aber immer noch lichtecht und witterungsbeständig.

Ein berühmtes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von eloxierten Aluminiumbauteilen ist auch die ”Messe Basel”. Hier wurden durch farbloses Eloxieren der Aluminiumbleche die natürliche Farbe und der metallische Charakter erhalten – auch bei diesem Gebäude wird ein Werterhalt über Jahrzehnte prognostiziert.

  • Weitere Referenzobjekte finden Sie hier.
  • Mehr zum Thema Aluminium am Bau finden Sie unter alu-am-bau.ch.

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