Neues Institut für digitales Bauen an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)

Um auf den Wandel in der Baubranche reagieren zu können, gründete die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) Anfang 2018 ein neues Institut für digitales Bauen mit aktuell neun Mitarbeitern.

Das neue Institut an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik geht aus dem Kompetenzzentrum Digitales Bauen hervor, das seit eineinhalb Jahren an der FHNW aktiv ist. In dieser Zeit konnten das Know-how und das Netzwerk ausgebaut werden, Fachleute rekrutiert und Projekte lanciert werden – womit das neue Institut auf einer soliden Basis starten kann. Mit der Gründung des Instituts Digitales Bauen will man vor allem auch ein Zeichen für die Digitalisierung im Bau setzen.

Laut Pressemitteilung gibt es einen formellen Leistungsauftrag auf den vier Gebieten Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung: Im Bereich Ausbildung sind die Themen des digitalen Planens und Bauens in die jeweiligen Studiengänge integriert. In der Weiterbildung wird an der FHNW schon seit vier Jahren einen MAS angeboten. Zur Zielgruppe zählen Menschen mit Berufserfahrung und Entscheidungskompetenz. Davon soll auch das neue Institut profitieren, das intensiv erforscht, wie Planungs- und Bauprozesse im digitalen Bauen optimal organisiert und abgewickelt werden können.

Für den Leiter des neuen Instituts, Professor Manfred Huber, ist aufgrund des wirtschaftlichen Drucks die Digitalisierung für die Baubranche „unumgänglich“ – auch Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte würden immer wichtiger. „Unter diesen Gesichtspunkten können Bauprojekte mit konventionellen Methoden kaum mehr sinnvoll abgewickelt werden“, so der Professor.  In der Digitalisierung sieht er daher die Chance, den Anforderungen besser gerecht zu werden.

Am Institut, an dem aktuell neun Personen beschäftigt sind, soll das Angebot demnächst auch weiter ausgebaut werden. So bestehen bereits Überlegungen für einen Masterstudiengang, der allerdings nicht zum Ziel hat ein neues Berufsbild zu schaffen, vielmehr sollen die bestehenden Studiengänge enger miteinander verknüpft werden.

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