Neueste Entwicklungen in der Aluminium-Bauteilefertigung

Aluminium als Baustoff für Fenster, Türen und Fassaden bietet Architekten, Planern und Bauherren umfangreiche funktionelle, technische und gestalterische Freiheiten. Damit wachsen die technischen Anforderungen an Metallbau- und Fassadenbau-Unternehmen stetig. Die neuesten Entwicklungen rund um die Fertigung von Aluminium-Bauteilen werden auch vom 9. bis 11. Oktober an der Aluminium 2018 in Düsseldorf gezeigt.

Um ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis sicherzustellen zu können, muss bei der Fertigung von Produkten aus Aluminium-Profilsystemen äusserst effizient gearbeitet werden. Die ausführenden Metallbau-Unternehmen setzen daher auf durchgängige Produktions- und Planungsprozesse, um so Kosten zu sparen. Auch die Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden damit vereinfacht.

Die Herausforderung für viele Fassadenbau-Unternehmen besteht aber auch in der Vernetzung und Verzahnung der einzelnen Arbeitsschritte und Aufgaben. Daher ist es den meisten Betrieben ein grosses Anliegen, dass die Digitalisierung im Bereich der Konstruktion von Bauelementen wie Fenstern, Türen oder Fassaden schnell vorangetrieben wird. Für eine effiziente Durchführung ist es notwendig, dass technische Daten, Pläne, Berechnungen sowie Notizen und andere Arbeitsunterlagen allen Beteiligten jederzeit zur Verfügung stehen und auch von verschiedenen Geräten abrufbar sind.

Erst wenn der digitale Planungsprozess abgeschlossen ist, münden die Produktionsdaten in der Fertigung. Den Unternehmen stehen hierfür hochmoderne Profilbearbeitungszentren und ganze Fertigungslinien zur Verfügung. Diese sind häufig modular aufgebaut und lassen sich auftragsbezogen optimieren.

Mit BIM-Abläufen zum Systemprofil

Wie vielfach bekannt, ist die BIM-Methode (Building Information Modeling) im Begriff, sich als Standard in der Bauindustrie zu verankern. Präzision, Schnelligkeit und digitale Prozesse erfüllen bereits weitgehend die damit verbundenen Anforderungen. Die Betriebe sind aber auch gefordert, Prozesse zu schaffen, die sich in digitale Bauabläufe integrieren lassen.

Mit Hilfe leistungsfähiger Software-Programme, die komplexe Fassaden planen und berechnen können, wird das möglich. Ressourcenschonung und Energieeffizienz der Bauteile und Gebäude sind dabei wichtige Aspekte, die für die Verwendung von Aluminium sprechen.  Auch das Material, das während der Bearbeitung anfällt, gesammelt und recycelt wird, ist hier zu berücksichtigen. Genauso fliesst die Wiederverwendung der Fassadenmaterialien bereits in die Planung ein.  Metallbauer verfügen mit den Profillösungen der Systemanbieter über ein umfangreiches Portfolio an zukunftsweisenden Basisprodukten.

Vor der finalen Produktion in der Werkstatt erhalten Architekten und Bauherren hochauflösende Ansichten. Sogar eine 3D-Visualisierung soll demnächst zum digitalen Standard gehören. Während des gesamten Planungsprozesses vereinfacht dieses Verfahren auch die Kostenermittlung: Produktänderungen und Bearbeitungsschritte können ohne Umwege in der Kalkulation berücksichtigt werden.

Sind die Planungsdaten der Architekten freigegeben, werden diese in Produktionsdaten umgewandelt. Es beginnt die Arbeit der leistungsfähigen Profilbearbeitungszentren, die ebenfalls die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen. Maschinen werden automatisch angesteuert, Fertigungsprozesse optimiert und notwendige Bearbeitungen aufeinander abgestimmt.

Die Systemprofile werden vollautomatisch mit spanenden Prozessen wie Sägen, Bohren, Fräsen oder dem berührungslosen Laserverfahren bearbeitet. Sogar die spätere Montage wird von diesen Programmen berücksichtigt: Die Teile werden bereits in der richtigen Reihenfolge geliefert.

An dieser Stelle kommt wieder die Erfahrung und Kompetenz der Werkstatt-Mitarbeiter zu tragen, die die präzise gefertigten Komponenten zu montagebereiten Bauteilen zusammensetzen und dafür sorgen, dass sie in hoher Qualität just in time zur Baustelle gelangen.

Messe: Aluminium 2018

Die Entwicklungen in der Aluminium-Bauteilefertigung und das Thema Aluminium am Bau im Allgemeinen stehen auch im Mittelpunkt der Weltmesse Aluminium 2018, die vom 9. bis 11. Oktober in Düsseldorf/DE stattfindet. Auf rund 80.000 Quadratmetern zeigt hier jeder fünfte der rund 1.000 Aussteller Produkte und technisches Knowhow für Bauanwendungen. Einen Überblick über innovative Lösungen liefert auch der geführte Messerundgang zum Thema „Building – Nachhaltiges und sicheres Bauen mit dem Werkstoff Aluminium“.

 

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