NEST-Unit DFAB-HOUSE eröffnet

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Kürzlich wurde auf dem NEST-Gebäude der Empa und Eawag in Dübendorf das DFAB HOUSE eröffnet. Damit ist es das weltweit erste bewohnte “Haus”, das nicht nur digital geplant, sondern – mit Robotern und 3D-Druckern – auch weitgehend digital gebaut wurde. Die eingesetzten Bautechnologien entwickelten Forschende der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit Industriepartnern. In rund zwei Monaten werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in das zum Smart Home ausgebaute DFAB HOUSE einziehen.

Das dreigeschossige “Wohnhaus” befindet sich auf der obersten von drei Plattformen im NEST. Auf diesem modularen Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa und Eawag können Forschende zusammen mit Industriepartnern neue Bau- und Energietechnologien unter realen Bedingungen testen. NEST besteht aus einem zentralen Gebäudekern, an den unterschiedliche Gebäudemodule (Units) andocken können. Für den Bau der Unit DFAB HOUSE haben Forschende aus acht Professuren der ETH Zürich im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) “Digitale Fabrikation” in Zusammenarbeit mit Industriepartnern gleich mehrere neuartige, digitale Bautechnologien erstmals vom Labor in reale Anwendungen überführt. Mit den digitalen Technologien will man erreichen, dass das Planen und Bauen nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger wird. So ist beispielsweise die digital geplante Geschossdecke des DFAB HOUSE statisch und strukturell derart optimiert, dass gegenüber einer herkömmlichen Betondecke beträchtliche Mengen an Material eingespart werden können.

In rund zwei Monaten sollen die erste Bewohner ins DFAB HOUSE einziehen. Es handelt sich dabei um akademische Gäste von Empa und Eawag. Sie werden im DFAB HOUSE in einem intelligenten Zuhause leben. Ein Firmenkonsortium unter Leitung der digitalSTROM AG hat im DFAB HOUSE erste Smart-Home-Lösungen eingebaut, die auf der herstellerunabhängigen digitalSTROM-Plattform basieren. Zu diesen gehören unter anderem eine intelligente und mehrstufige Einbruchsicherung, automatisierte Blend- und Beschattungsmöglichkeiten und die neueste Generation vernetzter, intelligenter Haushaltsgeräte. DFAB HOUSE ist allerdings nicht nur in Bezug auf die Hauselektronik smart, sondern auch was den Umgang mit Energie angeht: Photovoltaikmodule auf dem Dach liefern im Jahresdurchschnitt etwa eineinhalb Mal so viel Strom, wie die Unit selbst verbrauchen wird.

Die Verantwortlichen sehen in der sechsten NEST-Unit ein gutes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und der Industrie zukunftsweisende Lösungen hervorbringt.

Mehr Info: www.dfabhouse.ch

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