wall of modern building
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Zirkuläres Bauen nimmt in der Schweiz Fahrt auf – und Aluminium spielt mit

Mit neuen Gesetzesgrundlagen und politischen Initiativen gewinnt das zirkuläre Bauen in der Schweiz an Dynamik. Was lange als freiwilliger Nachhaltigkeitsanspruch galt, wird zunehmend zur regulatorischen Pflicht – auch für Hersteller und Planer von Baumaterialien wie Aluminium.

Seit Anfang 2025 ist klar: Wer in der Schweiz baut, muss sich intensiver mit Rückbau, Wiederverwendung und Ressourcenschonung auseinandersetzen. Die Teilrevision des Umweltschutzgesetzes verpflichtet Bauherrschaften erstmals dazu, die Zirkularität von Materialien in ihre Planung einzubeziehen. Ergänzt wird dies durch das Energiegesetz, das nun kantonale CO₂-Grenzwerte für Neubauten erlaubt. Der Bund signalisiert damit deutlich: Klimaschutz beginnt beim Materialeinsatz.

Besonders relevant wird dies für Bauprodukte mit hoher grauer Energie. Hier schafft Aluminium mit seiner ausgezeichneten Recyclingfähigkeit neue Perspektiven. Richtig eingesetzt, kann es CO₂-ärmere Gebäudehüllen ermöglichen – vorausgesetzt, es stammt aus kontrollierten Sekundärquellen.

Auch auf kantonaler Ebene bewegt sich etwas. Städte wie Basel prüfen Lenkungsabgaben für CO₂-intensive Neubauten oder Abrisse intakter Gebäude. Gleichzeitig werden Pilotprojekte mit zirkulären Ausschreibungskriterien lanciert. Der Gebäudepass, inspiriert von EU-Vorlagen, soll künftig dokumentieren, wie rückbau- und wiederverwendungsfreundlich ein Bauwerk tatsächlich ist.

Zirkuläres Bauen wird damit nicht nur zur ökologischen Notwendigkeit, sondern auch zum wirtschaftlichen Faktor. Wer auf Materialien wie Aluminium setzt, die sich nahtlos in den Kreislauf integrieren lassen, gewinnt einen Vorsprung in einer Branche im Wandel.

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