Die Empa treibt mit der Initiative «Mining the Atmosphere» eine der spannendsten Forschungsbewegungen der Schweiz voran: Wie lassen sich Klimaziele durch CO₂-Entnahme aus der Atmosphäre erreichen – und welche Rolle spielt der Bausektor dabei? Peter Richner spricht im NEST-Podcast mit Christian Bach und Pietro Lura über die Entwicklung der Initiative und das Potenzial CO₂-negativer Baumaterialien.
Die Empa beschäftigt sich seit über zwei Jahren intensiv mit einer Frage, die für das Erreichen der Schweizer Klimaziele zentral wird: Wie lässt sich CO₂ aus der Atmosphäre entfernen und dauerhaft binden? Unter dem Titel «Mining the Atmosphere» bündeln Forschende ihre Expertise zu sogenannten Negativemissionstechnologien (NET) – von der chemischen Umwandlung gasförmigen CO₂s bis zur Entwicklung neuer Materialien, die Kohlenstoff langfristig speichern.
Besonders relevant ist dieser Ansatz für den Bausektor. Kaum eine Branche verbraucht so viel Material wie das Bauwesen – und genau darin liegt grosses Potenzial. Beton, Asphalt und andere mineralische Baustoffe können als Speicher dienen, wenn CO₂ in festen Kohlenstoff umgewandelt und in neue Materialrezepturen integriert wird. Die Forschung zeigt: Mit innovativen NET-Verfahren könnten künftige Gebäude nicht nur klimaneutral, sondern netto CO₂-negativ sein.
Wie die Idee zur Forschungsinitiative entstand, wie sie zu einem breit getragenen Projekt wurde und welche nächsten Schritte anstehen, diskutiert Peter Richner im Jubiläums-Podcast mit Christian Bach und Pietro Lura.
