Standardisierung als Antwort auf Wohnungsnot, steigende Baukosten und Klimaziele: Ein Beitrag aus dem Immobilienblog der Hochschule Luzern beleuchtet, warum serielles Bauen heute wieder an Relevanz gewinnt – und unter welchen Bedingungen es gelingen kann.
Effizienz, Kreislauf und gesellschaftliche Akzeptanz
Serielles Bauen ist kein neues Konzept – doch es erlebt eine Renaissance. Marián Brunzel und Tanja Zulauf von der HSLU zeigen in ihrem Beitrag, was sich hinter dem Begriff verbirgt, wie er sich von modularen und hybriden Bauweisen abgrenzt und welche Vorteile er bietet: kürzere Bauzeiten, höhere Kostensicherheit, bessere Qualitätskontrolle.
Besonders interessant aus Nachhaltigkeitsperspektive: Serielle Prozesse erleichtern die systematische Materialerfassung – eine Grundvoraussetzung für zirkuläres Bauen. Wer weiss, welche Bauteile verbaut wurden und welche Eigenschaften sie haben, kann sie später wiederverwenden statt entsorgen.
Der Beitrag zeigt aber auch, wo die Grenzen liegen: Das Image des Plattenbaus klebt an der seriellen Bauweise, und viele aktuelle Projekte überzeugen gestalterisch noch nicht. Damit das serielle Bauen seinen «Tesla-Moment» erleben kann, braucht es beides – industrielle Effizienz und architektonische Qualität.
