«Data Dictionaries»: Sieben Organisationen lancieren gemeinsame Handlungsempfehlung

Daten sind in der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft längst vorhanden – nur sprechen sie nicht dieselbe Sprache. Eine neue Handlungsempfehlung soll das ändern. Vorgestellt wird sie am 15. September 2026 in einem kompakten Online-Event.

Uneinheitliche Begriffe bremsen die Datennutzung

Jedes Projekt, jedes System und jede Fachdisziplin verwendet eigene Bezeichnungen, Strukturen und Attribute für dieselben Bauteile. Was in der Planung als Fassadenelement erfasst wird, taucht in der Ausschreibung, im Bauprozess und später im Facility Management unter anderen Begriffen wieder auf. Durchgängig nutzbar sind solche Daten nicht. Data Dictionaries setzen genau hier an: Sie definieren Begriffe und Eigenschaften eindeutig und maschinenlesbar, so dass sich Informationen über Systemgrenzen und Lebenszyklusphasen hinweg wiederverwenden lassen.

Für Hersteller von Bauprodukten ist das mehr als eine Fleissaufgabe. Wer Produktdaten – etwa zu Legierung, Oberfläche, Rezyklatanteil oder Rückbaubarkeit von Aluminiumbauteilen – strukturiert bereitstellt, liefert die Grundlage für Ökobilanzierung, digitalen Produktpass und Kreislaufnachweise. Ohne gemeinsames Vokabular bleibt jeder dieser Nachweise Handarbeit.

Breit abgestützte Trägerschaft

Hinter der Handlungsempfehlung stehen Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland, der Schweizerische Baumeisterverband, InfraSuisse, IFMA Switzerland, die KBOB, der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA sowie CRB. Diese Zusammensetzung ist bemerkenswert: Planung, Ausführung, Infrastruktur, Betrieb, öffentliche Bauherrschaft und Normierung ziehen hier erstmals gemeinsam an einem Datenthema.

Der Anlass findet am 15. September 2026 von 10.30 bis 11.30 Uhr online statt. Mehr zu Programm und Teilnahme finden Sie auf der Event-Seite von Bauen digital Schweiz.