Moderne & nachhaltige Architektur mit dem Leichtmetall Aluminium

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Knapp 30 Prozent des europäischen Aluminiums finden ihre Verwendung im Bauwesen. Alleine in Deutschland werden jährlich über 500.000 Tonnen Aluminium in Bauprojekten eingesetzt. Der Grund hierfür ist, dass Aluminium die höchsten Ansprüche hinsichtlich Funktion, Design und auch Wirtschaftlichkeit erfüllt.

Das Einsatzspektrum des „Baustoffs der Moderne“ ist mannigfaltig: Fassaden, Türen, Fenster, Dach- und Wandsysteme, Brücken- und Tragekonstruktionen bis hin zur Innenraumgestaltung. Aluminium überzeugt durch seine hohe Anpassungsfähigkeit und seine Vielfältigkeit. Aluminium ist dreimal leichter als Stahl und dabei überaus witterungs- und formbeständig. Speziell durch seine einfache Handhabe bei der Verarbeitung und seine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ist es zum bedeutendsten Werkstoff für moderne Fenster- und Fassadenarchitektur avanciert.

Aluminium bietet das Rüstzeug zu bester Schall- und Wärmeisolierung – im Sommer schaffen Alu-Fassaden, -Fenster und -Türen ein angenehmes Raumklima, im Winter lassen sie die Kälte draussen. Sie schützen das Gebäude zuverlässig vor Umwelteinflüssen. Das sehr gute Korrosionsverhalten ohne zusätzlichen Oberflächenschutz ermöglicht auf einfache Weise jahrzehntelange Haltbarkeit und Wartungsfreiheit.

Die zunehmende Verwendung von Aluminium bei Gebäuden ist also ganz klar begründet: Der Werkstoff hat eine lange Lebensdauer durch hervorragende Wetterbeständigkeit, ist leicht zu verarbeiten und bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Das geringe Gewicht bei hoher Festigkeit, die langjährige Formstabilität, sowie die hohe UV-Beständigkeit sind weitere wichtige Argumente für den Einsatz im Bauwesen. Dazu kommt noch eine Recyclingrate von 96 Prozent.

Wirft man einen Blick auf die Geschichte des Bauwesens, findet das Leichtmetall  seinen ersten beispielhaften und auch erfolgreichen Einsatz in der Kuppel der San Gioacchino-Kirche. 1895 in Rom errichtet, war die Planung der Kuppel überhaupt nur durch die Verwendung von leichtem Aluminiumblech – anstatt der damals üblichen und auf die Unterkonstruktion schwerwiegenden Bleidächer – möglich. Weitere berühmte Beispiele für moderne Fassadentechnik mit Aluminium sind der 1999 in Wien errichtete Andromeda-Tower,  die Allianz-Arena in München, das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin mit seiner Alu-Glas-Fassade, das Imperial War Museum in Manchester mit seinem Eingangsturm, der wie eine riesige Metallscherbe aus dem Museumsdach in den Himmel sticht oder das  Scandinavian Center in Århus mit seiner beeindruckenden Lichtdachkonstruktion. Eine fulminante Fassadengestaltung mit Aluminium bietet „The Squaire” am Frankfurter Flughafen, und das höchste Gebäude der Welt, das Taipei Financial Center in Taipeh, besitzt 120.000 Quadratmeter Fassadenfläche aus Aluminium.

Die Liste könnte noch endlos weitergeführt werden, klar wird dabei, dass auf die Verwendung von Aluminium im Bauwesen nicht mehr verzichtet werden kann, und Architekten und Planer offensichtlich auch nicht darauf verzichten wollen. Durch die einzigartige Kombination der Eigenschaften wurde das Leichtmetall für die moderne Bautechnik zum essenziellen Bestandteil.

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