Lesetipp: Bauen im Kultur- und Klimawandel

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Mit 333 kommentierten Fallbeispielen und rund 1800 Abbildungen zeigt das Buch „Bauen im Kultur- und Klimawandel“ von Ulrich Pfammatter eine Vielfalt an planerischen und architektonischen Möglichkeiten auf, wie mit zukunftsbezogenen Strategien und Entwicklungen auf den permanenten Kultur- und Klimawandel reagiert werden kann. Von alten Kulturen und Kulturtechniken über modellhafte Bauten und Konzepte der Gegenwart bis zu visionären Ansätzen – die Bandbreite der Projekte zeigt, wie den aktuellen Herausforderungen innovativ und variantenreich begegnet werden kann.

Das Buch befasst sich intensiv mit der Thematik des Bauens heute, in einer sich stark wandelnden Welt. Es beschreibt die Konsequenzen in einer Komplexität, die selten auf dem Gebiet der architektonischen oder ingenieurstechnischen Literatur zu finden ist. Das bietet dem Lesenden eine Vielfalt von Aspekten, aber auch zahlreiche Möglichkeiten, eigenes Gedachtes, eigenes Erkanntes abzuprüfen und zu erweitern.

Wobei der Hinweis auf den «Wandel» im Titel schon darauf hinweist, dass Vieles neu gedacht werden muss – und dass auf bisher Erfahrenes und Erlerntes nur bedingt Verlass ist.

Der Autor setzt sich intensiv mit dem Ort auseinander. Er denkt darüber nach, wa  «der Ort» in diesem Zusammenhang für eine Bedeutung hat, aber auch was das verzweifelte Klammern an Erinnerungen an einen Ort auslösen mag. Und natürlich auch, welche Wandlungen ein Ort durch die Einflüsse des Menschen und seine kulturellen Bemühungen erfahren hat und noch erfahren wird.

Auch Raumstruktur und die klimatischen Herausforderungen stehen im Mittelpunkt des Werkes. Die Struktur der Gebäude wird betrachtet, sowie das Bestreben es in der kulturellen Entwicklung immer transparenter und flexibler zu gestalten. Es folgt die Auseinandersetzung mit dem Material, mit Zukunftstechnologien, um am Ende auf das architektonische Erbe einzugehen, auf die Transformation vorhandener Bauten, auf die sogenannte Umnutzung, auf das zweite oder dritte Leben dieser Kulturgüter.

Fazit: Es lohnt sich, mit Bezug auf die Kulturgeschichte die architektonische Gegenwart zu analysieren und in die Zukunft des nachhaltigen Bauens zu blicken.

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