Vorarlberg: Vorreiter beim nachhaltigen öffentlichen Bauen

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Das österreichische Bundesland Vorarlberg verfügt nicht nur über eine hohe Dichte an erstklassiger zeitgenössischer Architektur, sondern ist auch ein Musterbeispiel für energieeffizientes und ökologisches Bauen. Speziell im nachhaltig öffentlichen Bau macht das österreichische Bundesland auf sich aufmerksam und nimmt hier schon lange eine Vorreiterrolle ein.

Schon seit 2003 ist in Vorarlberg das nachhaltige Bauen im öffentlichen Bereich Realität. Individuelle und wirksame Unterstützung beim ökologischen Bauen/Sanieren in der Gemeinde leistet dabei das Servicepaket „Nachhaltig:Bauen in der Gemeinde“ von UmweltverbandEnergieinstitut und Spektrum.

Der Umweltverband erarbeitet dabei gemeinsam mit Gemeinden den Raumbedarf, das ökologische Programm und begleitet das Projekt über den gesamten Bauprozess hinweg. Aus Erfahrung weiss man mittlerweile, wie wichtig es ist, dass schon im Architekturwettbewerb die Nachhaltigkeitsziele klar definiert werden, denn je früher diese feststehen, umso ökonomischer können Projekte realisiert werden.

Bei der energetischen Planung steht das Energieinstitut Vorarlberg den Gemeinden hilfreich zur Seite. Immer wieder werden dessen Vertreter in die Gespräche zwischen Planern, Haustechnik und Gemeinde mit einbezogen und unterstützen dabei optimale Ziele in Hinsicht auf Energieeffizienz und Ökologie zu erreichen. Aus diesen Massnahmen leitet sich auch die Auswahl der Baustoffe ab. Welche Dämmstoffe, welche Rohrleitungen, welche Qualitäten von Fenstern sollen gewählt und von den Fachplanern in die Ausschreibung übernommen werden. Die Beratungstätigkeit konzentriert sich dabei auf die Energieeffizienz der Gebäude sowie deren Haustechnik (Heizung, Elektro und Sanitär). Somit sichert das Energieinstitut die Qualität des Gebäudes. Durch die sorgfältige Planung verringern sich die Lebenszykluskosten und die Wirtschaftlichkeitsrechnung stimmt.

Bei der Ausschreibung werden Gemeinden von Spektrum – Zentrum für Umwelttechnik und -management unterstützt. Dieses prüft die Unterlagen im Vorfeld hinsichtlich der ökologischen Kriterien. Spektrum versteht sich in dieser Bauphase als Qualitätssicherer, als Schnittstelle zwischen Planung und Umsetzung. Sie beraten auch Handwerker dahingehend, dass die in der Ausschreibung genannten Kriterien tatsächlich zur Umsetzung gelangen bzw. mit welchen Produkten auf der Baustelle die geforderten Ziele erreicht werden können. Das Leistungsverzeichnis wird kontrolliert und Produkte werden gesichtet, denn neben den technischen Eigenschaften müssen auch die ökologischen Eigenschaften als Kriterien für die Ausschreibung mit erstellt werden.

Diese Ökobaukriterien werden auf der Informationplattform baubook – ökologisch ausschreiben abgebildet. Jene Produkte, die nachweislich den geforderten Kriterien entsprechen, werden ebenfalls hier gelistet. (Derzeit befinden sich in der Datenbank rund 1500 Produkte.) Gerade der richtige Materialeinsatz ist beim nachhaltigen Bauen von besonderer Bedeutung.

Am Ende der Bauphasen steht ein Gebäudezertifikat, dass die nachhaltige Qualität des Gebäudes in der Planung, Umsetzung und Nutzung beschreibt.

Weitere Informationen zu diesem erfolgreichen – und mittlerweile weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus gelobten Ansatz – finden Sie im Video oben.

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